Das erste Handy einrichten: acht Einstellungen, die zählen
Acht Einstellungen reichen. Sie dauern zusammen etwa zwanzig Minuten und verhindern die meisten Probleme, bevor sie entstehen.
Warum ab Werk nichts geschützt ist
Ein Handy kommt so aus der Verpackung, dass alles geht. Das ist für Erwachsene gedacht. Für ein Kind heißt es: In-App-Käufe möglich, Standort sichtbar, jeder kann schreiben, kein Zeitlimit.
Nichts davon ist böse Absicht. Es ist nur die Voreinstellung, und die passt für ein Kind nicht.
Die acht Schalter
- 1Käufe sperren
iPhone: Bildschirmzeit, Beschränkungen, Käufe im iTunes und App Store. Android: Play Store, Einstellungen, Authentifizierung für Käufe.
- 2Altersfreigabe setzen
Beide Systeme können Apps und Inhalte nach Alter filtern. Das ist kein Ersatz fürs Hinschauen, aber es fängt das Gröbste ab.
- 3Standort einschränken
Nicht komplett aus, sonst funktioniert die Kartenanwendung nicht. Aber App für App entscheiden, wer den Standort bekommt.
- 4Wer darf schreiben
In den Messenger-Einstellungen begrenzen, wer Nachrichten schicken und in Gruppen hinzufügen darf.
- 5Automatische Sicherung an
Damit Fotos und Kontakte nicht weg sind, wenn das Gerät herunterfällt. Passiert im ersten Jahr fast immer.
- 6Bildschirmzeit ehrlich einstellen
Nicht zu knapp, sonst wird sie umgangen. Lieber eine Zeit, die realistisch ist, und die dann auch gilt.
- 7Nachtruhe einrichten
Ab einer festen Uhrzeit keine Töne mehr. Das nimmt den Druck, sofort antworten zu müssen.
- 8Notfallkontakte hinterlegen
Deine Nummer und eine zweite, auch vom Sperrbildschirm aus erreichbar.
Was du dabei nicht tun solltest
- Keine Überwachungs-App installieren. Sie zerstört das Vertrauen und wird umgangen, sobald das Kind älter ist.
- Nicht heimlich einrichten. Zeig deinem Kind, was du einstellst und warum.
- Nicht alles auf einmal sperren. Ein Handy, mit dem nichts geht, wird gegen ein anderes getauscht, das du nicht kennst.
Einstellungen halten nicht ewig. Systemaktualisierungen setzen Schalter zurück, und Kinder finden Wege. Nach ein paar Monaten noch einmal durchgehen, gemeinsam.