Ratgeber

Das erste Handy einrichten: acht Einstellungen, die zählen

6 Minuten

Ein Smartphone, auf dessen Bildschirm mehrere Schalter stehen, teils an, teils aus, daneben ein Schloss.

Acht Einstellungen reichen. Sie dauern zusammen etwa zwanzig Minuten und verhindern die meisten Probleme, bevor sie entstehen.

Warum ab Werk nichts geschützt ist

Ein Handy kommt so aus der Verpackung, dass alles geht. Das ist für Erwachsene gedacht. Für ein Kind heißt es: In-App-Käufe möglich, Standort sichtbar, jeder kann schreiben, kein Zeitlimit.

Nichts davon ist böse Absicht. Es ist nur die Voreinstellung, und die passt für ein Kind nicht.

Die acht Schalter

  1. 1
    Käufe sperren

    iPhone: Bildschirmzeit, Beschränkungen, Käufe im iTunes und App Store. Android: Play Store, Einstellungen, Authentifizierung für Käufe.

  2. 2
    Altersfreigabe setzen

    Beide Systeme können Apps und Inhalte nach Alter filtern. Das ist kein Ersatz fürs Hinschauen, aber es fängt das Gröbste ab.

  3. 3
    Standort einschränken

    Nicht komplett aus, sonst funktioniert die Kartenanwendung nicht. Aber App für App entscheiden, wer den Standort bekommt.

  4. 4
    Wer darf schreiben

    In den Messenger-Einstellungen begrenzen, wer Nachrichten schicken und in Gruppen hinzufügen darf.

  5. 5
    Automatische Sicherung an

    Damit Fotos und Kontakte nicht weg sind, wenn das Gerät herunterfällt. Passiert im ersten Jahr fast immer.

  6. 6
    Bildschirmzeit ehrlich einstellen

    Nicht zu knapp, sonst wird sie umgangen. Lieber eine Zeit, die realistisch ist, und die dann auch gilt.

  7. 7
    Nachtruhe einrichten

    Ab einer festen Uhrzeit keine Töne mehr. Das nimmt den Druck, sofort antworten zu müssen.

  8. 8
    Notfallkontakte hinterlegen

    Deine Nummer und eine zweite, auch vom Sperrbildschirm aus erreichbar.

Was du dabei nicht tun solltest

  • Keine Überwachungs-App installieren. Sie zerstört das Vertrauen und wird umgangen, sobald das Kind älter ist.
  • Nicht heimlich einrichten. Zeig deinem Kind, was du einstellst und warum.
  • Nicht alles auf einmal sperren. Ein Handy, mit dem nichts geht, wird gegen ein anderes getauscht, das du nicht kennst.
Und was offen bleibt

Einstellungen halten nicht ewig. Systemaktualisierungen setzen Schalter zurück, und Kinder finden Wege. Nach ein paar Monaten noch einmal durchgehen, gemeinsam.

Dein Kind lernt das im Kurs6 Situationen aus dem Alltag, als kurze Filme. Mit Abschlusstest und Urkunde, einmalig 29 Euro.
Zum Kurs

Weiterlesen

Alle Beiträge